Kapitel Drei

Eamon nahm nicht die günstigste Zeitschaltuhr, die er finden konnte, aus Angst, ein Billigprodukt könnte im entscheidenden Moment versagen.

„Vierundzwanzig Euro fünfundneunzig“, sagte die Frau an der Baumarktkasse gelangweilt. Eamon reichte ihr seine Karte und steckte den Bon in die hintere Hosentasche. „Sollen wir Sie über Rabattaktionen informieren?“

„Nein, danke.“

„Hätte ich auch geantwortet.“

Eamon hatte es nie für nötig gehalten, sich in Cronos eine Uhr zuzulegen — die Quest, die er dazu hätte bewältigen müssen, schreckte ihn ab, denn sie sollte unverhältnismäßig schwierig sein und die Hilfe anderer Spieler erfordern. Als er die Zeitschaltuhr im Wohnsilo zwischen den Cronos Cube und die Steckdose hing, dachte er lange über die Einstellungen nach: Gab er sich zu viel Zeit in Cronos, würde Janus ihm im Ernstfall schweren Schaden zufügen können; gab er sich zu wenig Zeit, würde er sich womöglich mehrmals täglich neu einloggen und jedes Mal eine Blaue Pille nehmen müssen. Abgesehen davon, dass er keine Ahnung hatte, welchen Effekt diese somit unvermeidbare Überdosis auf seinen Organismus hätte, wollte er die Blaue Pille auch nicht verschwenden, schließlich enthielt jede Packung nur vierundzwanzig Kapseln, was für höchstens zwei Wochen reichte. Das kostete ihn fast zwanzig Euro im Monat, von denen Patrick besser nichts erfuhr.

Eamon stellte die Zeitschaltuhr auf sechs Stunden, schaufelte in der Kantine einen Gemüseeintopf in sich rein, entleerte im Gemeinschaftsbad seine Blase und schlüpfte in die Jogginghose, bevor er den letzten Blister anbrach und den Cronos Cube einschaltete.

„Ihr letzter Aufenthalt war in Molitor. Wünschen Sie auch diesmal dort zu starten?“, fragte ihn der Würfel, als er benommen auf dem Bett lag.

„Nein.“

„Nennen Sie Ihren Startpunkt.“

„Kokonstadt.“

Auf einem weichen Bett in Ma’quoias Rast schlug Eamon die Augen auf. In seinen ersten Wochen hatte er sich oft damit aufgehalten, den gemütlichen Raum mit seinen nach außen gewölbten Wänden zu inspizieren und die idyllische Stimmung der Baumstadt auf sich wirken zu lassen. Doch jetzt trat er sofort hinaus auf den Flur.

Er brauchte einen blutigen Anfänger für seine Zwecke, am besten einen Shooter. So lange gab es den Cronos Cube noch nicht auf dem Markt, kein ganzes Jahr, deshalb fingen immer noch täglich etliche Neulinge auf dem europäischen Server an. Leute, die von der Vielfalt und Echtheit der virtuellen Welt völlig überwältigt waren und das, was er vorhatte, als neu und aufregend akzeptieren würden. Eamon wusste genau, wo er mit der Suche beginnen musste.

 

Er investierte bei Flavius eintausend Pyrops für eine Schnellreise zum Friedhof, kaufte sich bei einem fahrenden Händler eine Tüte frittierter Schnapppflaumen und ging zu Fuß zur Mystagoge. Das Gebäude aus aufgetürmten Wurzeln, in dessen Mitte eine Treppe in die Tiefe führte, war die erste Anlaufstelle für Neuankömmlinge in Cronos: Hier bestimmte die holzbeinige Weberin die Farbe des Aurums und gab den unerfahrenen Spielern ihre ersten Waffen. Eamons Aurum war violett, was ihn zu einem Muerto gemacht hatte, und seine erste Waffe war eine lange Straußenfeder gewesen, die sich in ein Schwert verwandeln ließ.

Eamon setzte sich auf einen Wurzelnarren, der sich als Bank tarnte, und biss in eine knusprige Pflaume. Der Anfänger, den er suchte, hatte im besten Fall ein weißes Aurum. Das kam zwar nicht so häufig vor wie das violette Aurum der Muertos und das schwarze Aurum der Hexen, aber immer noch häufiger als das rote der Okkultisten, das gelbe der Purgatoren oder gar das blaue der Alchemisten, das es in Cronos nur sehr selten gab. Spieler mit weißem Aurum trugen die schwarze Uniform der Shooter — und sie konnten kaum erwarten, auf etwas zu schießen.

Perfekt, dachte Eamon.

Der Platz vor der Mystagoge war gut frequentiert. Ständig irrten Spieler heran, die noch das lächerlich bunte Hawaiihemd, die Countryhose und die Sandalen des ersten Logins trugen. Eamon winkte sie zu sich, wenn sie in Sicht kamen — es konnte nicht schaden, sich von vorneherein mit ihnen gutzustellen —, und rief: „Hier ist sie! Hier ist die Mystagoge.“

„Was muss ich tun?“, fragten die Spieler dann.

„Einfach die Treppe runter und die Show genießen.“

„Danke.“

Ein bewundernder Blick auf seine zwei Dutzend Federn und sein Gewand aus schwarzem, mit weißen Totenköpfen bedrucktem Stoff, dann tapsten sie treppab.

Als die Pflaumentüte leer war, knüllte Eamon sie zusammen und warf sie hinter sich ins Gebüsch, wo sie bald auf wundersame Weise verschwunden war. Die erste Spielerin, die er in die Mystagoge leitete, kam als Hexe wieder zurück. Sie strahlte ihn an, zeigte ihm ihr weißes Kleid, drehte sich ein bisschen und bestand glücklicherweise nicht darauf, sich lange mit ihm zu unterhalten.

„Die Mentorin der Hexen hat ihr Büro schräg gegenüber von Ma’quoias Rast“, sagte Eamon.

„Dankeschön.“

So höflich, diese Anfänger, dachte er.

Der nächste Spieler kehrte als Alchemist zurück — angesichts der Tatsache, dass manchmal wochenlang niemand mit blauem Aurum dabei war, ein ungeheurer Zufall. Er würdigte Eamon keines Blicks und eilte mit verschlossener Miene davon. Über sein Gesicht flimmerte etwas Verstörtes, Ängstliches. Eamon hatte sich schon oft gefragt, was die Alchemisten tun mussten, damit die Weberin sie identifizierte; die Prüfungen aller anderen Klassen waren bekannt und teils recht einfach. Eamon selbst hatte nur ein steinernes Buch öffnen müssen. Das hatte der Weberin genügt.

Noch eine Hexe (wieder eine Frau, bemerkte Eamon), dann ein Okkultist („Dein Mentor ist neben Ma’quoias Stamm, vorm Eingang rechts“, sagte Eamon) und auf einmal: „Ich bin auch eine Muerto!“ Eine dunkelhäutige Frau kam die Treppe herauf und gesellte sich zu Eamon, als machte sie ihre Gemeinsamkeit zu guten Freunden.

„Der Mentor der Muertos ist im Schnappblütenhain“, sagte Eamon. „Nimm im Stamm ein Lufttaxi, für Level-Eins-Spieler ist der Flug noch kostenfrei.“

„Welches Level hast du?“, fragte sie.

„Fünfundzwanzig.“

„Oooh, dieser Blick. Immer die gleichen Anfängerfragen, was? Ich hör schon auf.“ Sie lachte. „Nur eine Frage noch. Was soll ich mit dieser Feder anfangen?“ Die Frau zog die schwarz-violett gemusterte Feder aus ihren Haaren und schwenkte sie durch die Luft. „Soll ich die Monster vielleicht zu Tode streicheln?“

„Zieh sie mal so durch die Luft.“ Er beschrieb mit seinem Finger einen Halbkreis, etwa von der Stirn bis zu den Knien. „Die Feder muss nach oben zeigen, der Stiel nach unten … ein bisschen unhandlich, aber —“

„So? — Oh!“

Die Feder erstrahlte zischend in einem weißen Licht und verwandelte sich — in eine Zwille.

„Oha“, machte Eamon überrascht.

„Solche Steinschleudern haben wir uns als Kinder immer gebaut“, sagte die Frau amüsiert.

„Bei mir wurde die erste Feder zu einem Schwert“, sagte Eamon. „Anscheinend hängt es vom Spieler ab, in welche Waffe sie sich verwandelt.“ Aber warum hatte er ausgerechnet ein Schwert erhalten? Er würde sich diese Frage für seinen nächsten Besuch in Tides aufheben.

„Muss ich jetzt Steine sammeln?“ Sie zog am Gummi, in dessen Mitte sich ein Stück Leder zum Einsetzen der Munition befand. In dem Moment, als der Gummi straff gespannt war, bildete sich plötzlicher Funkenflug um das Lederstück — rote Lichtlein, die sich in der Zwille zu einer wirbelnden Feuerkugel verdichteten. Die Frau ließ den Gummi erschrocken los und die Kugel flitzte ins Gebüsch, schlug einen Zweig von einem Holunderbaum und verpuffte im Dickicht. „Huch!“ Sie lachte auf. „Frage beantwortet.“

„Hier entlang geht’s zurück zum Stamm“, sagte Eamon und deutete auf den einzigen Weg, der von der Mystagoge wegführte. Die Frau zwinkerte.

„Schon verstanden. Mach’s gut.“

Dann war sie weg und Eamon durfte wieder in aller Ruhe schlecht gelaunt sein. Die Warterei begann ihn zu langweilen. Wieder eine Hexe, noch ein Muerto, der sich zum Glück nicht lange für Eamon interessierte, noch ein Okkultist, Muerto, Hexe, Hexe, Muerto — als die nächste Hexe die Treppe heraufkam, rutschte Eamon in seiner Resignation vom Wurzelnarr. „Verdammt nochmal!“

„Was muss ich denn jetzt tun?“, fragte das Mädchen.

„Geh zu deiner Mentorin, verflucht!“

„U-Und wo ist die?“

„Schräg gegenüber von Ma’quoias Rast.“

„Und was ist Ma’quoias —“

„HAU AB!“

Er war drauf und dran, aufzugeben und es in Ma’quoias Stamm zu versuchen, als ein pummeliger Junge in schwarzer Uniform die Treppe herauf stapfte. Eamon, auf einen Schlag wieder hellwach und auf den Beinen, ging auf ihn zu. „Hey, du da! Lust auf ein paar schnelle Level?“

Der Shooter zuckte mit den Achseln. „Klar. Weißt du, wo man hier am besten leveln kann?“

„Niemand weiß das besser als ich“, sagte Eamon mit aufgesetzter Freundlichkeit. „Mit nur zwölf Kugeln wird dein Level durch die Decke gehen.“

Der Shooter runzelte die Stirn und öffnete die Lippen. „Klingt jetzt irgendwie nicht legal.“

„Keine Sorge. In Cronos ist alles legal. Was glaubst du, wozu wir ein Safeword haben?“, entgegnete Eamon. Das Beste an einem Shooter, der noch grün war wie eine Gurke: Er hatte keinen blassen Schimmer, dass ihn auch nur ein einziger Schuss auf einen Spieler, der kein Shooter war, hinter virtuelle Gitter bringen konnte.

„Heute ist dein Glückstag — ich zeige diesen Trick echt nicht jedem, aber mir war gerade danach und da kamst zufällig du aus der Mystagoge.“

Der Shooter grinste selbstgefällig. „Cool!“

„Ich bin Eamon.“

„Sam. Was bist du?“

Sie schüttelten einander die Hände. Mit der anderen holte Eamon die Schnellreise heraus: einen Behälter mit Seifenwasser, einen Plastikblasring und einer Nadel. „Muerto“, sagte Eamon, ohne sich anmerken zu lassen, dass er die Frage nicht mehr hören konnte. „Pass auf, ich bring uns kurz hier weg — dann müssen wir nicht zu Fuß gehen.“ Er wollte diesem Trottel so wenig Zeit wie möglich geben, um die Falle zu entlarven. Rasch schraubte er das Fläschchen auf, tunkte den Plastikring in das Seifenwasser, hielt ihn sich an die Lippen und blies so lange hindurch, bis eine schillernde Blase mit gut anderthalb Metern Durchmesser entstanden war. Eamon trat geduckt durch die Seifenhaut in die Blase und winkte Sam zu sich.

Der Shooter folgte ihm, immer noch mit dieser angestrengten Denkfalte auf der Stirn. Vielleicht fürchtete er, veräppelt zu werden und sich zu blamieren.

„Achtung“, sagte Eamon, nachdem er das Fläschchen zugeschraubt hatte. Durch die Seifenhaut war rosa getönt und regenbogenfunkelnd der Wald zu sehen, verschwimmend wie hinter einer regennassen Fensterscheibe. Mit der Nadel stach Eamon in die Seifenblase, die Plopp! zersprang — und den Wald dabei mitnahm. Zumindest diesen Wald. Der, in dem sie jetzt standen, setzte sich aus grauweißen Stelzwurzeln und abgestorbenem Geäst zusammen, das sich wie ein Dach aus Knochen über einen weitläufigen Platz aus festgetretener Erde wölbte. Der Shooter, der zum ersten Mal einen Friedhof Ma’quoias sah, starrte das Gehege mit den Schattenantilopen an — zwei hatten ihre Ziehharmonikabeine zusammengefaltet und hockten so im gelben Gras, aber eine dritte stand in voller Größe hinter dem Zaun und zeigte die ganze Länge ihrer haushohen, dürren, mehrfach geknickten Beine.

„Voll krass“, stöhnte Sam.

„Das hier ist der Friedhof“, sagte Eamon.

„Und hier können wir leveln?“

„Na ja, du weißt ja sicher, was einem Shooter am meisten Punkte bringt“, sagte Eamon lässig.

Sam schaute dümmlich drein.

„Headshots, Kumpel.“

Seine Stirnfalte wurde noch ein wenig tiefer, als er zustimmend nickte und sich nach potenziellen Zielen umsah. Sie waren — abgesehen von ein paar Laubwichten, die hier arbeiteten — ganz allein.

„Die Sache ist ganz einfach“, erklärte Eamon geduldig. „Ich muss für eine Quest zwölfmal sterben. Das heißt, du machst jetzt ein paar Level, indem du mich mit deiner Knarre zwölfmal abknallst. Klar soweit?“

„Ich soll dich abknallen?“, fragte Sam ungläubig.

„Ja. Aber bitte in den Kopf. Ich hab keinen Bock auf einen Todeskampf — machen wir es kurz.“

„Du willst, dass ich dir in den Kopf schieße.“

„Ja.“

„Findest du das witzig, oder so?“

„Nein, ich finde das überaus vernünftig“, sagte Eamon. „Also, machst du’s jetzt oder muss ich mir einen mutigeren Shooter suchen?“

„Nicht so eilig“, sagte Sam mit beschwichtigender Geste. Er zog den Revolver aus dem Holster, wobei er sich so verhielt wie alle Shooter, die zum ersten Mal nach ihrer Waffe griffen: So entlarvend cool, als täte er jeden Tag nichts anderes. „Ja, ähm … also —“

„Keine Sorge. Deine erste Waffe kommt dir entgegen. Zielhilfe — du kannst nicht danebenschießen, wenn du dich auf meinen Kopf konzentrierst“, sagte Eamon. „Sobald ich tot bin, dauert es ungefähr eine Minute — jedenfalls vermute ich das, denn ich sterbe zum ersten Mal für diese Quest.“

„Du stirbst zum ersten Mal?“

„Beruhig dich. Stimmt außerdem nicht — ist das zweite Mal. Jedenfalls, nach ungefähr einer Minute tauche ich als Geist auf. Dann gehst du zu den Laubwichten da drüben und sagst, dass du eine Leiche dabeihast.“

Sam nickte unsicher. „Hast du Geist gesagt?“

„Ja, Poltergeist, und dann verfolge ich dich in deine dunkelsten Träume“, sagte Eamon sarkastisch. „Hast du Schiss vor Geistern, oder was?“

„Nein!“

„Willkommen in Cronos, Kleiner. Ist deine Waffe bereit?“

Sam betrachtete den Revolver, als stünde die Antwort auf dem Schlitten gestanden. „Denke schon.“

„Okay. Dann ziel jetzt auf mein Gesicht.“

Sie standen sich gegenüber. Eamon versuchte, nicht darüber nachzudenken, dass gleich eine Kugel seine Stirn — oder seine Augenhöhlen, seinen Kiefer, seine Nase — durchbohren würde. Er fragte sich, ob er es vor dem jähen Eintreten des Todes zumindest einen Sekundenbruchteil lang spüren und ob sich das Gefühl ihm ins Gedächtnis prägen würde … Nicht darüber nachdenken, schalt er sich und starrte auf das Loch am Ende des Laufs, den Sam nun auf ihn richtete. Der Junge zwinkerte auffallend oft.

„Keine Angst, alles ist in Ordnung“, sagte Eamon. „Das hier ist nur virtuell. Du wirst dich sowieso daran gewöhnen müssen, auf Köpfe zu schießen …“

„André hat gesagt, dass nur manche Shooter auf andere Spieler schießen und die anderen auf Monster“, sagte Sam. „So einer will ich auch werden.“

Wer auf immer, dachte Eamon genervt.

„Super, dann betrachte es als einmalige Chance! Ich gebe dir die Erlaubnis.“ Eamon breitete einladend die Arme aus. „Na los, puste mir die Birne weg, Sam.“

Sams Zunge zuckte über seine Lippen.

„Du bist dir ganz sicher?“

„Ja, bin ich.“

„Also, ich schieße dann jetzt.“

„Mach endlich!“

Sam hob die Waffe. „Okay. Gut.“

„Jetzt sei kein Schisser und schie—“

Der Knall hallte von den Stelzwurzeln wider und ließ irgendwo einen Eisenvogel auffliegen. Eamon sah Treibgase aus dem Lauf des Revolvers ziehen; die Trommel drehte sich selbständig und lud eine neue Patrone vor den Zündungsmechanismus. Dies hätte der Moment seines Todes sein müssen, der Augenblick, in dem ein Loch in seiner Stirn dem Cube mitteilte, dass sein Status von quicklebendig zu instant death gewechselt hatte. Nichts dergleichen war geschehen. Denn die Kugel schwebte ihm vor den Augen, nur ein Fingerbreit von seiner Haut entfernt (sie hätte ihm voll das Nasenbein zerschmettert).

„Hä?“, stieß Sam hervor.

„Eigenartig“, sagte Eamon und pflückte die Kugel aus der Luft. Er wog sie in der Hand, drehte sie in den Fingern und grübelte sich durch mögliche Erklärungen — als das Projektil aufbrach wie eine Knospe. Vor Schreck ließ er es fallen. Die Kugel aber fiel nicht zu Boden; zuvor bildete sie vier spindeldürre Stahlbeine aus, auf denen sie mit der Geschmeidigkeit einer Katze landete. Das Projektil entfaltete sich wie ein Fraktal mit hunderten Iterationsstufen und wuchs sich zu einer Gestalt aus, die an einen stahlgefiederten Drachen erinnerte, mit einem mächtigen, quadratischen Kopf, dessen Schnauze groß genug war, um Eamon am Stück zu verspeisen.

„Wow!“, stieß Sam hervor. „Sowas kann ich?“

„Nein, das hat nichts mit dir zu tun“, sagte Eamon blass. Er schluckte. „Hi, Quetzalcoatl …“

Es handelte sich nur um eine von vielen Erscheinungsformen des wichtigsten aller Atziloth, die sich im Zentrum der Muertos, Tides an der Geisterküste, in den Tempelstätten tummelten. Quetzalcoatl war gewissermaßen der Boss, oder zumindest jener Geist, auf den alle erfahreneren Muertos hörten. Bislang hatte Eamon nur in Tides mit ihm gesprochen; Quetzalcoatl hatte ihn nie für wichtig genug gehalten, um ihm persönlich zu erscheinen.

Und er kam bestimmt nicht nur zum Plaudern.

„Eamon McCoy“, dröhnte eine Stimme aus dem Tiefen des Stahlschlunds. „Du Wicht, was denkst du dir dabei, dass du dich aufführst wie ein — wie ein — jetzt fällt mir kein Vergleich ein.“ Ein tunneltiefes Grollen entstieg dem Drachen, und es klang irgendwie frustriert. „Generation für Generation schreitet durch das Tor des Lichts, und jeder hält sich an die Regeln, nur du musst dich natürlich für eine Abkürzung entscheiden. Ernsthaft, Kleiner, was denkst du dir dabei?“ Quetzalcoatl machte einen Satz auf Eamon zu, der vor Schreck so hektisch zurückwich, dass er stolperte. Der Stahldrache lachte und seine dunkelgrauen Augen sprühten Funken wie ein Schweißgerät.

„Sorry — ich wusste nicht, dass es Regeln gibt“, sagte Eamon hastig. Sam sprang in die Luft, als ihm Quetzalcoatls stahlgefiederter Schweif zwischen die Füße wischte.

„Voll krass, Mann!“

„Eine bessere Ausrede fällt dir nicht ein? Es gibt doch immer Regeln, du Dumpfbacke“, sagte Quetzalcoatl. „Im Ernst, hast du schon mal irgendetwas für mich machen müssen, ohne dass es dabei mehr Regeln gab, als du aufzählen kannst? Pass mal auf, was dir noch bevorstehst! Wobei ich sagen muss, dass ich jetzt nicht mehr ganz so sicher bin, ob du für uns geschaffen bist, kleiner Mann.“

Die Stahlschnauze kam Eamon so nah, dass er das Metall riechen konnte. Die glatte Oberfläche strahlte eine beunruhigende Wärme ab und in den Nüstern glühte etwas Rotes, wie drohendes Feuer.

„Was meinst du mit geschaffen? Als Muerto? Ich?“

„Gut aufgepasst, du Nichtsnutz!“, dröhnte Quetzalcoatl. „Ich weiß nicht, ob du zu uns passt! Aufrichtig scheinst du mir ja nicht gerade zu sein.“

„Ich bin überaus aufrichtig“, platzte Eamon heraus.

„Deine Vorstellung von aufrichtig vielleicht“, höhnte der Drache. „Aber von Ehrlichkeit ist das, was du hier heute abgeliefert hast, weit entfernt.“

„Ich wusste einfach nicht —“

„Ich will, dass du dich testen lässt“, fiel Quetzalcoatl ihm ins Wort, wobei er mit seinem Schweif Sam von den Füßen riss („Autsch!“). „Du wirst in die Mystagoge zurückkehren und herausfinden, ob du wirklich das violette Aurum besitzt. Sollte es auch nur ein wenig in eine andere Farbe tendieren — etwa ins Blaue, was ich für sehr wahrscheinlich halte — solltest du diesen Weg vorziehen.“

„Ins Blaue?“, rief Eamon empört. „Du glaubst, ich könnte ein Alchemist sein? Geht’s noch?“

„Du besitzt die List und du besitzt die Tücke“, erwiderte Quetzalcoatl, „und du hast gerade bewiesen, dass es dir durchaus zuzutrauen ist.“

„Ich bin kein Alchemist!“, sagte Eamon energisch.

„Geh und beweise es uns.“

Quetzalcoatl löste sich — beim Schweif beginnend — in Patronen auf, die klimpernd zu Boden fielen.

Panik stieg in Eamon auf. „Aber ich bin kein —“

Begleitet von dröhnendem Gelächter zersprang auch Quetzalcoatls quadratischer Kopf. Was übrig blieb, war ein Teppich aus grauen Kugeln — die sich plötzlich mit einem Knall in glitzernden Rauch auflösten. Als er sich verzog, schwebte eine Karte in der Luft. Eamon nahm sie an sich: Sie zeigte Revolvermunition an.

1000 Kugeln.

Eamon knurrte in sich hinein. „Hier, für dich“, sagte er übellaunig und drückte Sam die Karte in die Hand.

„Ist mein Level jetzt gestiegen?“, fragte Sam.

„Nein.“

„Was ist mit den anderen zwölf Schüssen?“

Eamon warf eine Tunnelmurmel zu Boden und zog an der Schnur, bevor Sam ihn weiter nerven konnte. Er tauchte unter der Treppe von Ma’quoias Rast wieder auf, die Laterne zerpulverte zu Sand und Eamon machte sich auf den Weg zur Mystagoge. Als ihm ein Stein in die Quere kam, trat er mit ganzer Kraft dagegen — und streckte dabei versehentlich eine infizierte Titanmaus nieder.

„Oh, Mann“, zischte er.

Was, wenn die Weberin ihn wirklich zu einem Alchemisten machte? War so etwas überhaupt schon einmal vorgekommen? Und konnte es wirklich sein, dass noch nie zuvor ein Muerto versucht hatte, die Level-25-Quest zu lösen, indem er sich töten ließ? Wie sollte er denn sonst effizient zwölf Tode hinter sich bringen? Ts — effizient, dachte Eamon abfällig. Genau so würde ein Alchemist denken.

 

„So, so“, sagte die Weberin, nachdem Eamon ihr sein Anliegen erläutert hatte. Sie stöckelte auf ihren zwei Holzbeinen zwischen den Tischen und Webstühlen hindurch und rieb sich die haarige Warze an ihrem Kinn.

Eamon wartete mit verschränkten Armen auf ihre Antwort. Zuletzt hatte er den Geruch von in Stoffasern steckendem Staub, der für die Mystagoge so typisch war, vor ungefähr vier Monaten gerochen. Damals hatte ihm die Weberin ein steinernes Buch in die Hand gedrückt und er hatte es mühelos öffnen können — ein untrügliches Zeichen dafür, dass sein Aurum von muertovioletter Farbe war. Die Weberin stakste nun vor den sechs Spiegeln auf und ab, in denen sie ihm damals die Klassen vorgestellt hatte, und wie damals konnte Eamon sie nicht in den Spiegeln sehen, sondern nur sich selbst, als wäre er ganz allein hier.

„Ungewöhnlich, ungewöhnlich“, murmelte die Weberin. „Meine Methoden sind fehlerfrei — meistens. Aber es soll schon einmal vorgekommen sein, dass … Nicht, dass ich es jetzt in Betracht ziehen würde — nur …“

„Lass mich die Tests doch einfach noch mal machen“, sagte Eamon gereizt.

Die Weberin wackelte zu ihrem Schreibtisch und kehrte mit demselben Steinernen Buch zurück, das sie ihm auch beim letzten Mal in die Hand gedrückt hatte. Eamon schlug es auf und blätterte durch die Seiten, als handelte es sich um normales Papier. „Da haben wir’s — Muerto, auf ganzer Linie.“ Er schlug es zu und reichte es der Weberin, die es langsam, fast zögernd zurücknahm.

„Hm“, machte sie.

„Was gibt’s noch?“

„Als du das letzte Mal hier warst, welche Prüfung musstest du da als erstes ablegen?“ Sie verengte die Augen, die so groß waren, dass sie aussahen, als ließen sie sich mit zwei Fingern aus den Höhlen pflücken. „War das nicht auch die mit dem Buch? Ich bin mir nicht sicher.“

Eamon konnte sich an keine andere Prüfung erinnern; ihm schwante nichts Gutes. „Doch, da waren noch ein paar andere“, log er, ohne rot zu werden.

„Tatsächlich?“

„Aber ja. Und ich würde mich jetzt wirklich gerne weiter um meine Level-25-Quest kümmern —“

„Nicht so schnell“, sagte die Weberin mit erhobener Stimme, als er sich umdrehte, um das Weite zu suchen. „Bitte nimm doch für einen Moment das hier.“

Sie hielt ihm einen Kaktus in einem Blumentopf unter die Nase. Er nahm ihn seufzend entgegen und wartete. „Was jetzt?“, fragte er — als der Kaktus plötzlich zu wachsen begann. Er bildete eine Knospe aus, die sich öffnete und zu einer wunderschönen pinkfarbenen Blüte wurde.

„Oho“, machte die Weberin. „Unmöglich! Das würde bedeuten, dass dein Aurum auch schwarz ist.“

„Was?“, fragte Eamon.

Die Weberin nahm ihm den Blumentopf weg und trug ihn behutsam zu ihrem Schreibtisch. Mit einem Revolver in der Hand kehrte sie zurück; sie drückte ihn Eamon in die Hand und wies ihn an, auf eine Glotzende Gespinstmotte zu schießen, die aus einem Spiegel geflattert kam. Mit ihren zwei Dutzend Menschenaugen, die auf ihren Flügeln zuckten, nahm sie ihn ins Visier und rollte den Rüssel ein, um ihn mit dem fesselnden Sekret zu beschießen. Eamon hob hektisch den Revolver und drückte ab — RUMMS! Von der Kugel getroffen überschlug sich die Motte auf den Fliesen und zerplatzte in einen Schwarm grüner Funken. Die Weberin riss Eamon die Waffe aus der Hand, warf sie in eine Schublade und hieß ihn, das Mädchen zu beruhigen, das kurz darauf wie aus dem Nichts auf dem Stuhl saß. Das Kind schluchzte ohrenbetäubend in seine kleinen Hände. Eamon kam der Anweisung der Weberin nach und befahl ihm, Ruhe zu geben —

Worauf das Mädchen prompt verstummte.

„Verzieh dich!“, rief die Weberin, und das Mädchen verschwand genauso wie die Motte.

Sie glubschte zu Eamon hoch.

„Das ist nicht zu fassen — etwas Ungewöhnliches ist im Gange! Nie zuvor hat es das gegeben — obwohl …“, sie blieb stehen, knetete wieder ihre Kinnwarze, „ein- oder zweimal … doch, ich meine mich zu erinnern, dass … es ist ein Aurum der Extreme, entweder stößt es alles ab oder es zieht alles an — ja, ja … ich erinnere mich, dass einmal dieses quirlige Mädchen mit den …“

Sie schlug die Faust in die Hand.

„Wir versuchen es.“

„Was denn?“, fragte Eamon beklommen.

„Die eine Prüfung.“

„Welche?“

„Psst!“ Sie presste den Zeigefinger auf die runzligen Lippen und winkte ihn zu einem der Spiegel. „Du wirst nun erleben, was den meisten Wanderern ein ewiges Geheimnis ist. Die Prüfung der Alchemisten! Komm. Stell dich hier vor den Spiegel — ganz recht … und jetzt halte still. Sieh hinein. Sieh ganz tief hinein …“ Mit diesen geflüsterten Worten tat sie ein paar Schritte rückwärts, bis Eamon allein vor dem Spiegel stand. Er musterte sich selbst, konnte aber nichts Ungewöhnliches feststellen.

Da war nur er, mit seinem Stirnband, den Federn, dem mit Totenköpfen bedruckten Gewand und der Stoffhose, aus der seine knubbeligen Knöchel hervorschauten. Es war derselbe knochige, bleiche Eamon, der noch vor wenigen Wochen bei seiner Familie unterm Weihnachtsbaum gesessen hatte, nur mit reinerer Haut und gesünderem Haar …

Auf einmal war da noch etwas anderes. Ein rotes Flackern in seinen Augen, wie die Reflektion einer Kerze. Ein leichtes Lächeln umspielte die Lippen seines Spiegelbilds, obwohl Eamon das Gesicht ganz stillhielt. Jetzt veränderte sich auch die Kleidung … der Eamon im Spiegel trug einen teuer aussehenden Anzug mit Krawatte — nicht irgendeiner, sondern Pats Krawatte … er hob die Hand und zeigte Eamon stolz seine Armbanduhr, eine Maurice Lacroix mit Saphirglas … er hatte einen guten Haarschnitt und eine aufrechte Haltung, seine Miene war die eines Mannes, den niemand über den Tisch zog, weil er viel zu raffiniert war, um sich hintergehen zu lassen … sein Spiegel-Ich war wie Patrick, ein besser aussehender, jüngerer Patrick …

Eamon zuckte vor Schreck zurück. Da war es wieder: das rote Flackern in den Augen. Diesmal war es nicht flüchtig, sondern blieb, es wurde stärker, füllte die Augen bis in die Winkel aus, bis sie leuchteten wie die Augen von Rauchlöwen. Schwarze Farbe floss ihm aus den Haaren übers Gesicht, über die Nase, den Mund, das Kinn, den Hals und dann über die Kleidung, wie Pech, das ihm aus Eimern über den Kopf gekippt worden war. Übrig blieb ein schauriger Schatten, der Eamons Körperbau hatte — und mit einem Grinsen zwei Reihen nadelspitzer Haifischzähne zeigte.

„Ein Dämon!“, flüsterte Eamon.

Sein Doppelgänger zerfaserte an den Rändern in Rauch, und dann begann das Spiegelglas zu qualmen, dichte grauschwarze Schwaden quollen auf Eamon zu … er wich zurück, wedelte mit der Hand durch den Qualm — doch der kam ihm hinterher, schneller, als Eamon entweichen konnte … im Spiegel war der Dämon in einem düsteren Wirbel aufgegangen, der durch das Glas nach draußen drängte …

„Hau ab!“, rief Eamon.

„Lass es geschehen, junger Mann“, sagte die Weberin, „du kannst es nicht verhindern.“

Eamon machte auf dem Absatz kehrt und rannte los, zwischen den Tischen mit den Stoffen und Teppichen hindurch.

„Das nützt nichts!“, rief die Weberin.

Eamon hatte den Ausgang fast erreicht, als er einen Blick hinter sich warf — und den geballten Qualm sah, der ihm wie ein Hund hinterher hetzte. Reflexartig zog Eamon zwei Federn aus dem Stirnband und überkreuzte sie — der Dämon sprang hoch in die Luft — die Federn erglühten — und das Qualmknäuel stieß von Eamon ab wie ein Tennisball von einer Wand. Er wirbelte rückwärts über den Boden, wischte unter einen Tisch … Eamon rannte zur Tür und hatte schon die Hand auf der Klinke, als ihm klar wurde, was die Weberin meinte. Der Dämon würde ihn verfolgen; er war nicht an die Mystagoge gebunden, sondern an ihn.

Eamon ließ eine Feder zum Bogen werden, duckte sich hinter einen Webstuhl und behielt den Qualm im Auge, der sich hinter einem Tisch auf der anderen Seite des Saals auftürmte. Der Rauch verdichtete sich zur schlanken Gestalt des Dämons; er dehnte die Arme, legte den Kopf in den Nacken, öffnete die roten Schlitzaugen und betrachtete seine Hände, bevor er den Blick auf Eamon richtete. Wie Staub flog er in die Höhe und rauschte auf Eamon herab, der den Bogen hochriss und die Sehne spannte. Er stieß Luft durch die Zähne, blaue Funken schossen hervor und wurden zum Pfeil — oder hätten es werden sollen. Mit einem traurigen Blinken verloren die Funken ihr Leuchten und verschwanden. Der Bogen blieb ein nutzloses Stück Holz.

„Nein!“, stieß Eamon hervor und holte Luft — zu spät. Der Dämon erwischte ihn frontal, warf ihn rücklings zu Boden, drückte ihn mit seinen Pranken nieder und versank in Eamon, so jäh und endgültig wie eine Erkenntnis. Als sein Körper auch den letzten Rauchfaden aufgesogen hatte, richtete sich Eamon langsam auf. Das Herz schlug ihm schwer und hart in der Brust. Auf zitternden Beinen kehrte er zur Weberin zurück. „Er ist — in mir drin.“

„Und doch trägst du noch das Gewand der Muertos, nicht das der Alchemisten“, sagte die Weberin.

„Der Pfeil hat versagt.“

„Ist das schon früher vorgekommen?“

Eamon nickte. Es war in der Tat schon so oft passiert, dass er es immer für einen Teil seines Daseins als Muerto gehalten hatte, für ganz normal.

„Das dürfte nicht sein“, sagte die Weberin, als hätte sie ihm die Gedanken von der Stirn abgelesen. „Mir scheint, dein Aurum hat viele Farben — mit wechselnden Anteilen. Mal dominiert das violette, mal das blaue, mal das rote. Das ist ein Makel und eine Chance.“

„Ich bin also kein reiner Alchemist“, sagte Eamon, und als die Weberin ihn darin bestätigte, atmete er auf. Das war alles, was er hatte wissen wollen.

„Du kannst dennoch versuchen, den Weg des Alchemisten zu gehen. Du kannst aber auch auf dem Weg der Muertos bleiben. Das ist dir überlassen.“ Die Weberin hob den Zeigefinger. „Vorausgesetzt, es gelingt dir, Quetzalcoatl von deinen Fähigkeiten zu überzeugen.“

„Das konnte ich bislang auch. Nur dieses eine Mal habe ich versehentlich einen Fehler gemacht.“

„Einen guten Muerto hätte seine Intuition gewarnt“, erwiderte die Weberin. „Du aber hattest nur deinen Vorteil und den schnellen Erfolg im Sinn. Deshalb war Quetzalcoatl so enttäuscht.“ Sie riss die Augen auf und taxierte ihn mit winzigen Pupillen. „Eine Frage. Weißt du, was der größte Unterschied zwischen einem Muerto und einem Alchemisten ist?“

Eamon zuckte mit den Achseln. „Der Alchemist ist ein Egoistenschwein, der Muerto nicht?“

Die Weberin schüttelte den Kopf. Sie zeigte sich auf die linke Brust. „Alchemisten haben Komplizen und Werkzeuge“, sagte sie. „Muertos haben Freunde.“

Eamon schnaubte. „Hab ich doch gemeint.“

„Denk darüber nach“, sagte die Weberin. „Vielleicht brauchst du keine raffinierten Tricks, um das Tor zu erreichen. Sondern nur etwas menschliche Nähe. Mehr habe ich dir dazu leider nicht zu sagen — bis bald.“

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